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Saison 2017

 

Topscorer

 

LLHH-Sen
1 Schmidt, M. SCB II 48
2 Fritz, W. SCB II 47
3 Salfeld, T. SCB II 36
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Team FairPlay

 

LLHH-Sen
1 Huskies II 62
2 BG Lizards II 75
3 HNT Flames I 84
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06.04.2014
HERV-SCHÜLER 5.4.2014

Hat uns der Mut von Vereinen wie Bremerhaven für die Nachwuchsarbeit im Norden durch ein neues Jugendaufgebot zuversichtlich gestimmt, so müssen wir leider für die zweite Ebene, den Schülerbereich, mit Bedauern feststellen, dass der Unterbau für das Hockey auf Inlinerollen bröckelt. Ganze 2 Klubs stellen sich zum Wettkampf um die HERV-Meisterschaft. Der ‚Liga’betrieb besteht also nur aus den 4 mal wiederkehrenden Paarungen der Mannschaften aus Lüneburg und Bergedorf. Doch wer meint, ein 2er-Vergleich müsse langweiliger sein als eine 4er-Staffel, der irrt, und zwar gewaltig.

 

SCB LÜNEBURG – TSG BERGEDORF LIZARDS 10:9 n. P. (3 :1; 2 : 2; 3 5):

 

Für das erste diesjährige Aufeinandertreffen der Schüler mussten die Bergedorfer Eidechsen als leichte Favoriten gelten. Denn sie haben zwei Spielerpersönlichkeiten in ihren Reihen, die bereits hoch in der Jugendabteilung spielen dürfen und sich dort letzthin mit Brillanz bewährt hatten. Sie teilen sich in zwei Blöcke auf. Timo Rex spielt mit Clemens Römer, Hannah Schulze-Paschen und Felix Reinke in einer Formation, während Johann Michaelis mit Jason Vieten, Nele Rüß und Maja Komander den anderen Block bildet. Neu eingekleidet in der Goalie-Garnitur erscheint Justin Dick zwischen den Pfosten.

Ihnen gegenüber stellten sich nur 6 Frischlings-Feldspieler auf, die so noch nie zusammen agiert haben. Einen Namen hat sich bisher nur Ole Burfien gemacht. Der Abgang des starken Jahrgangs 2001 hat große Lücken gerissen. Doch die verbliebenen Spielberechtigten erkämpfen mit Eifer und Energie sich gleich Vorteile. Der praktisch erste Vorstoß ergibt durch Ole Burfien das 1:0. Wenn er am Ball ist, droht dem Lizards-Gehäuse Gefahr. Er hat gelernt, dass Nachsetzen lohnt. Das zahlt sich bald wieder aus, als er zum zweiten Mal nach knapp 3 Minuten einschieben kann. In die andere Richtung rast Timo Rex.durch die Lüneburger Reihen, aber Keiler-Keeper Linus Kautz, ebenfalls ein Neuling, der allerdings im Vorjahr im Feld einmal eine feine Figur gemacht hatte, hält. Dann Glück für die Lizards: Ole Burfiens Roller wird von Justin Dick an den langen Pfosten abgelenkt. Nun Überzahl Eidechsen. Clemens Römer kommt nicht an die Eingabe von Timo Rex. Jason Vieten, der im alten Trikot mit dem verpflichtenden Namen von Dennis Hoffmann aufgelaufen ist, wird aber sträflich allein gelassen und darf sich bei seinem allerersten Einsatz gleich für sein Anschlusstor abfäusteln lassen. Ole Burfien ist wieder im Geschehen; er denkt sich: versuchs doch mal mit dem alten Trick gegen den jungen Dick, und der Ball landet tatsächlich nach der Torumrundung in der kurzen Ecke – 3:1 für die Gastgeber. Dann muss der Bergedorfer Schlussmann noch zwei kitzlige Situationen überstehen. Diesmal scheitert Ole Burfien final, und Tristan Mahnke schlenzt anschließend die Kugel über den Kasten.

Nach dem ersten Drittel bleibt festzustellen, die Frischlinge führen durchaus verdient. Sie haben mit Ole Burfien den herausragenden Vollstrecker, aber spielen beileibe nicht nur auf Teufel komm raus nach vorn, sondern teilweise sehr durchdacht, während die Lizards etwas zu sehr mit Einzelaktionen beschäftigt sind. Timo Rex oder Johann Michaelis kommen zumeist nur an den Seiten durch, in der Mitte fehlt jedoch ein Abnehmer für ihre Vorlagen.

Nach Wiederanpfiff passiert ähnliches wie davor. Ole Burfien, von Fynn Gringel auf die Reise geschickt, geht wieder auf und davon und überwindet Justin Dick abermals. Timo Rex versucht es, nachdem er Ole Burfien den Ball abgenommen hat, auf eigene Faust, er kann jedoch nicht vollenden. Das macht ihm Ole Burfien noch einmal vor, als er in Tornähe, vorgelegt von Tom Lukat, den Ball erwischt und irgendwie hineinstochert. Das 5:1 scheint auf einen unbeirrbaren Siegeszug der Frischlinge hinzudeuten. Doch Justin Dick kann sich steigern, ein- zweimal vereitelt er Ole Burfiens Einschüsse. Das ist mehr als ein symbolisches Signal, denn nun blasen die Eidechsen zur Aufholjagd. Johann Michaelis kann sich endlich nach einem Alleingang mittig manövrieren und erfolgreich abschließen. Jetzt kommt er in Fahrt, macht einen Ballverlust wieder wett und hämmert das 5:3 ins Frischlings-Geviert. Ole Burfien dagegen zeigt deutliche Ermüdung. Seine konsequente Torausbeute fehlt den Frischlingen nun. Anton Höfel verspringt völlig freistehend der Ball. Dann muss erneut ein Lüneburger Schüler das Parkett für 2 Minuten verlassen. Timo Rex gelingt nach 13 Minuten der Anschluss zum 5:4 im Nachfassen. Kurz darauf rauscht ein Lüneburger Spieler ins Tor, der Ball bleibt draußen. Eine Riesenchance zum Ausgleich lässt sich Johann Michaelis entgehen, der Ball springt hoch an den Pfosten. Die Sirene ertönt.

Aus Gewöhnung an die kurzen Jugenddates mit 2 Hälften wollen sich schon einige Zuschauer zum Gehen wenden, doch werden sie glücklicherweise noch zurückgerufen. Es gibt also noch ein drittes Drittel von 15 Minuten, eine beachtliche Anstrengung für diese Altersklasse.

Waren die ersten beiden Abschnitte schon kaum zu toppen, schürzt sich der Knoten des Spieldramas nun noch verzwirbelter. Es beginnt wieder mit einem Tor von Ole Burfien, und nicht lange danach verschafft er mit seinem 7.(!) Treffer nacheinander seiner Mannschaft wieder Luft. Dafür reichen die Begriffe nicht aus, das ist ein Hochzylinder-Hattrick – und das, obwohl er die ganze Woche über erkrankt war! Nach einer weiteren Strafe für die Frischlinge stellen die Bergedorfer Betreuer um und bringen Timo Rex und Johann Michaelis in eine Reihe. Prompt fällt durch Johann Michaelis das 7:5, durch Timo Rex im Nachsetzen das 7:6, er netzt bei 10 Minuten von rechts sogar zum 7:7 ein. Doch die Torspirale dreht sich weiter. Fynn Gringel, der besonders im Schlussdrittel immer stärker wird und schon Ole Burfiens letzten Score vorbereitet hat, dringt allein in die Lizards-Hälfte ein und krönt diesen durchschlagenden Auftritt mit der erneuten Frischlings-Führung. Johann Michaelis fängt Ole Burfien ab und sendet zum 8:8-Ausgleich ein. Maja Komander und Clemens Römer haben in der allerletzten Minute bei einem Gewühl vor dem Kasten der sich mit letzter Kraft aufbäumenden kleinen Keiler noch den Eidechsen-Siegtreffer auf der Kelle. Ein Aufstöhnen nach dem anderen entringt sich den Kehlen der zwar wenigen, aber nervlich voll unter Strom stehenden Anhänger beider Seiten.

- Schlusspfiff. Das Ausschießen per Penalty muss entscheiden. Schade, denn beide Mannschaften haben sich den Erfolg verdient. Aber die Verbandsregeln kennen keine Gnade. Die Wahl gewinnt Keiler-Kapitän Tom Lukat. Der entscheidet sich, dass Lüneburg mit den Strafstößen anfängt. Fynn Gringel tritt an und – trifft. Johann Michaelis will es ihm gleichtun, aber findet in Linus Kautz seinen Bezwinger. Ole Burfien verlädt ganz abgezockt Justin Dick. Timo Rex bringt Bergedorf wieder heran. Tom Lukat verschießt, aber Linus Kautz wird abschließend zum Helden, er hält Jason Vietens Schuss.

Heidewitzka!! Dieses Match reiht sich an Denkwürdigkeit in die legendären Schüler’schlachten’ 2011 zwischen SCB und SVNA Dynamics ein, dessen aufregendstes die Frischlinge auch mit 10:9 gewannen, wenn auch nach regulärem Spielstand. Hier die Namen der Mitwirkenden an diesem gelungenen Spieltag:

 

SCB: Linus Kautz – Justin Baumart; Ole Burfien; Fynn Gringel; Anton Höfel; Tom Lukat; Tristan Mahnke

 

TSG: Justin Dick – Maja Komander; Johann Michaelis; Felix Reinke; Timo Rex; Clemens Römer; Nele Rüß; Hannah Schulze-Paschen; Jason Vieten

 

Torschützenliste:

 

O. Burfien SCB 7 (1 Penalty)

J. Michaelis TSG 4

T. Rex TSG 3 (1 Penalty)

F. Gringel SCB 1 (1 Penalty)

J. Vieten TSG 1

 

Strafminuten

 

TSG 0

SCB 6



Aktuelle Ergebnisse

 

LLHH-Sen
30.09.2017
Lüneburg II10
HNT Flames I0
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