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Saison 2017

 

Topscorer

 

LLHH-Sen
1 Schmidt, M. SCB II 48
2 Fritz, W. SCB II 47
3 Salfeld, T. SCB II 36
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Team FairPlay

 

LLHH-Sen
1 Huskies II 62
2 BG Lizards II 75
3 HNT Flames I 84
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30.09.2014
SCHÜLER: NACH WAHNSINNSFINALE LIZARDS LIGASIEGER

Ob die Schüler*innen von SCB und TSG wirklich wussten, dass sie zu einem Endspiel antreten und welche Ergebniskonstellationen zu welchem Tabellenstand in der Meisterschaft nötig gewesen wären, war nicht mehr in Erfahrung zu bringen. Aber alle 19, die in der GSB-Halle aufliefen, verhielten sich an diesem letzten Staffeltag auf jeden Fall so, wie es sich für einen Weltchampionatsentscheid geziemt hätte.

Die Ausgangsposition noch einmal in Erinnerung gerufen: Die Frischlinge gingen mit einem Punkt Vorsprung und einem gehörigen Torepolster von +13 in die Partie. Das hieß also, alles andere als ein Sieg in der regulären Spielzeit für die Eidechsen, allerdings völlig gleichgültig mit wie viel Treffern Unterschied, würde den erneuten Titelpokal für die Niedersachsen bedeuten.

 

1. Drittel-Ergebnis TSG BERGEDORF LIZARDS – SCB LÜNEBURG 2 : 4

 

Im Aufgebot der Eidechsen, der Schülerschaft mit Hausrecht diesmal mit Julius Römer an der Bande, musste Nele Rüß erstmals die unbeliebte Torhütergarnitur überziehen, Felix Reinke konnte nicht teilnehmen. Die kleinen Keiler mussten auf Maximilian Bauer verzichten. Dafür war aber Linus Kautz wieder spielbereit, jedoch für die ‚Feldarbeit’.

Es begann zunächst gut für die TSG. Aufgemuntert durch zwei Superparaden von Nele Rüß, die das Selbstbewusstsein stärkten, fuhren sie mit Noam Sherf den ersten verheißungsvollen Angriff. Der kanonierte die Kugel ins Gästegehäuse. In der 10.Minute besorgte der agile Max Mikurov das 1:1. Die erneute Bergedorfer Führung fiel, als Noam Sherf einen Ball an die Unterkante der Latte setzte, der von dort ins Tor sprang. Danach wehte jedoch ein kräftiger Gegenwind, der Nele Rüß um die Ohren und Beine pfiff, als sie nacheinander die Schüsse von zweimal Kilian Luesmann, der sich dabei einen Verteidigungsleichtsinn zunutze machte, und Max Mikurov aus dem Netz herauskellen musste. Bei den beiden letzten Toren glänzte Ole Burfien als gewitzter Vorbereiter.

 

2. Drittel-Ergebnis TSG BERGEDORF LIZARDS – SCB LÜNEBURG 3 : 6 (Zwischenstand nach 2. Drittel 5 : 10)

 

Aus der Pause kamen die Frischlinge frischer heraus und setzten durch Kilian Luesmann gleich vom Anstoß zum 2:5 nach. Dann feierte Maja Komander ihren ersten erfolgreichen Abschluss. Fynn Gringel antwortete mit einem Weitschuss zum 3:6. Danach durfte Clemens Römer die Glückwünsche seiner Mit-Eidechsen entgegennehmen, als er bei einem Abpraller goldrichtig stand und den Ball in den Keilerkasten fegte. Kilian Luesmann hingegen nahm aus der Ferne Maß für das kurze Eck. Dem stand Noam Sherf nicht nach, tanzte sich allein durch und hielt seine Bergedorfer dran. Doch dann schien der Billedeich durchbrochen. In den letzten 3 Minuten des Mitteldrittels zogen die Gäste von der Ilmenau davon. Eingeleitet von Kilian Luesmann, der ein weiteres Mal zu einem seiner gefürchteten Schlagschüsse ausholte und durchzog, gefolgt von Ole Burfien, der endlich sein Erfolgserlebnis mit einem flachen Flitzer ins Eck hatte, und vollendet von Fynn Gringel, der in die völlig entblößte Lizardshälfte eindrang, schraubten sie den Vorsprung auf scheinbar uneinholbare 5 Tore hoch.

 

3. Drittel-Ergebnis TSG BERGEDORF LIZARDS – SCB LÜNEBURG 9 : 3 (Endstand 14 : 13)

 

Ole Burfien machte mit einem Lattenkracher die Eröffnungsmusik, aber auf der Gegenseite fand Johann Michaelis endlich nach mehreren Versuchen den richtigen Zeitpunkt zum Abschluss und traf ins äußere Eck. Kurz darauf versenkte Noam Sherf die Kugel an der gleichen Stelle. Eine Minute später hatte er sich vor das Lüneburger Goal gestellt, erwischte einen Langpass von Timo Rex und überwand Jan Mikurov abermals.

„Aufholjagd, Aufholjagd“ erscholl es von den Rängen. Der Ruf des Eidechsen-Anhangs erstarb aber wieder, als Linus Kautz von links kommend den Schläger schwang – und schon war die Nuss wieder im Nest von Nele Rüß. Dann folgende Szene: der Ball wurde von einem SCB-Spieler in Richtung Lizards-Tor abgefeuert, prallte von der Rückwand jedoch ab und kullerte quer durch den Saal auf der anderen Seite Noam Sherf vor die Füße, der das unfreiwillige Geschenk gleich mitnahm und hinter Jan Mikurov verstaute.

Die letzten viereinhalb Minuten brachen an. Das Niveau war bis dahin schon sehr ansehnlich. Auch die Mitwirkenden, die noch nicht namentlich erwähnt wurden und weniger eingewechselt worden waren, alle gaben ihr Bestes und zeigten Fortschritte in der Laufbereitschaft und im Spielverständnis. Justin Baumart, der sich bei einer unsanften Landung an der Bande einen leichten Brummschädel holte, Anton Höfel, Jonathan Kratz und Tristan Mahnke verrieten gute SCB-Schulung durch ihr meist diszipliniertes Stellungsspiel und Zuspielversuche zum Mannschaftskameraden, während die Eidechsen insgesamt etwas dynamischer im Angriff wirkten , aber auch Wege zustellen konnten und ihre Gegenspieler vielfach gut bewachten: Reke Gerland bis zu ihrer Verletzung, das Küken Tino Neubert und Hannah Schulze-Paschen sind hier zu nennen. Clemens Römer hat nicht nur durch sein Tor seine aufsteigende Formkurve unter Beweis gestellt. Timo Rex erzielte zwar kein Tor, hatte aber im Schlussdrittel Spielzeiten ohne Ende, sicherte hinten immer ab und leitete oft die Erfolgsangriffe mit weiten Vorlagen auf den vorn postierten Noam Sherf ein. Noam Sherf war der Schrecken der Keiler-Abwehr und machte so manchen Gegenspieler durch seine einzigartige Lupftechnik schwindlig. Maja Komander: die Sensation überhaupt. Bisher hatte sie kein einziges Ligator geschossen, aber im entscheidenden Augenblick heute fasste sie sich ein Herz, heute zog sie ab, und heute traf sie – und das gleich dreimal ! Da verzeiht ihr jeder die Flüchtigkeitsfehler in der Rückwärtsbewegung.

Doch wir sind ja noch die Schilderung der Schlussminuten schuldig. Was nun geschah, muss man einfach miterlebt haben und ist mit Worten kaum wiederzugeben. Dennoch soll versucht werden, wenigstens einen Hauch davon für die Nachwelt herüber zu bringen. Dazu muss die Berichterstattung unbedingt in die Jetztform wechseln. Also – tief Luft geholt, und los geht’s - 11. Minute: Anschlusstreffer zum 10:11 durch Maja Komander – 12.Minute: Kilian Luesmann drischt von rechts an der Mittellinie auf das orange Ding ein, das saust wie ein Kugelblitz in die Maschen des TSG-Tores. Es steht 10:12. – Anstoß nach Tor - Noam Sherf knallt die Kugel Jan Mikurov unters Dach. -13.Minute: Kilian Luesmann ist der Fernschusskönig, Frischlinge wieder 2 Tore voraus, Aufatmen der mitgereisten Lüneburger – auf der Uhr 13:46: Noam Sherf löffelt vom Bullypunkt links den Ball hoch ins Lüneburger Tor, 14:00 Bully rechts – Ball kommt zurück zu Maja Komander - und die trifft – Ausgleich ! - 14:23: Noam Sherf ringelt sich rechts hinter dem Tor um Fynn Gringel herum, schlängelt sich vors Tor und zieht den Ball in Jan Mikurovs Maschen. Es steht 14:13 für die Eidechsen! Nach dem Anstoß alle Lüneburger links vorm TSG-Tor vorn – „Schieß, schieß“ tönt aus Lüneburger Kehlen – „Weg, weg“ brüllen die Bergedorfer – die Sirene ! Ein Freudenknäuel aus Eidechsen türmt sich kreuz und quer auf – Sie sind Meister ! Die Spieler und Spielerinnen sind körperlich, die Zuschauer nervlich abgekämpft. Leider konnte Reke Gerland die Meisterschaft und anschließende Ehrung nicht mitfeiern, sie musste mit einer Verletzung ins Krankenhaus. Von hier aus die besten und baldigen Genesungswünsche! Die Lüneburger Mannschaft ist enttäuscht, fühlt sich vielleicht auch durch die eine oder andere Schiedsrichterentscheidung benachteiligt - ein Tor wurde allerdings Bergedorf auch aberkannt. Aber sie müssen nicht traurig sein, denn sie haben großartigen hinreißenden Sport geboten und können auch in Zukunft dazu beitragen, dass das Inlinehockey im hamburg/nordniedersächsischen Raum weiterlebt.

 

Endstand: TSG BERGEDORF LIZARDS – SCB LÜNEBURG 14 : 13 (2 : 4; 3 : 6; 9 : 3)

 

SCB: Jan Mikurov – Justin Baumart; Ole Burfien; Fynn Gringel; Anton Höfel; Linus Kautz; Jonathan Kratz; Kilian Luesmann; Tristan Mahnke; Max Mikurov

 

TSG: Nele Rüß – Reke Gerland; Maja Komander; Johann Michaelis; Tino Neubert; Timo Rex; Clemens Römer; Hannah Schulze-Paschen; Noam Sherf

 

Torschützen:

 

O. Burfien SCB 15

K. Luesmann SCB 12

N. Sherf TSG 12

J. Michaelis TSG 9

M. Mikurov SCB 7

F. Gringel SCB 6

T. Rex TSG 5

M. Komander TSG 3

M. Bauer SCB 2

L. Kautz SCB 1

J. Vieten TSG 1

C. Römer TSG 1

 



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